Orust kommunvapen
Toppbild, länk till Orust kommun startsida
RSS | Lyssnalänk till annan webbplats | Anpassa webbplatsen | Languages EN, DE, FR, ES
Du är här:

Bootsbau

Orust ist schon seit langem für seine tüchtigen Bootsbauer bekannt. Der Bootsbau war für die Insel über Jahrhunderte hinweg wichtig. Orust wurde für diesen Erwerbszweig so etwas wie ein Zentrum in Bohuslän.

Die ältesten bekannten Überlieferungen über den Bootsbau auf Orust stammen von 1253, als sich König Håkon Håkonsson ein Schiff auf „Rafnsholt" bauen lies. Vermutlich ist Ramshult im Lyresund gemeint.

Im Mittelalter waren es eigentlich nur die Bürger der Städte, die das Recht hatten, Schiffe zu bauen. Auf dem Lande gab es jedoch auch einen umfassenden Bootsbau. Es waren vor allem kleine Boote für den Eigenbedarf, aber es wurden auch Boote auf Bestellung gebaut.

Seit dem Mittelalter gibt es Belege dafür, daß im Bereich um Uddevalla auch größere Schiffe gebaut wurden. Im Jahre 1557 wird zum Beispiel erwähnt, daß die Bürger der Stadt sich danach drängten, ein Kriegsschiff für die dänische Flotte zu bauen.

Nachdem Bohuslän im Jahr 1658 zu Schweden kam, nahm der Bootsbau an den Fjorden vor Orust zu. Ein Grund dafür war, daß viele Schiffe bei den wiederkehrenden Kriegen zerstört wurden. Man hatte reichlich Holz, aber auch die entsprechenden Bootsbauer. Auch wasserbetriebene Sägemühlen gab es in der Nähe.

1749 schreibt der Provinzialhirte Qvistberg über das Myckleby-Pastorat:

"Den Lebensunterhalt im Pastorat verdient man überwiegend durch den Bootsbau oder den Holzeinschlag, worunter der Landbau leidet. In der Gemeinde Torp hat fast jeder Bauer seinen Anteil an einem Küstensegler."

Einer der Bootsbauer im Myckleby-Pastorat war der Bauer und Schiffsbaumeister Olof Andersson aus Syltenäs, der nach dem Kirchenbuch im Jahre 1772 starb. Sicherlich lag seine Werft bei Syltenäs Hall, wo später noch eine Menge Schiffe gebaut wurden. Auf Orust war der Bootsbau oft mit der Landwirtschaft verknüpft. In den Gebieten, die durch ihre Werften bekannt wurden, gab es oft nur ein begrenztes Angebot an landwirtschaftlicher Nutzfläche und der Bootsbau hatte einen wichtigen Anteil an der Wirtschaft.

Es war nicht nur auf den großen Werften, wo Boote gebaut wurden. Hier sehen wir Johan Samuelsson der 1903 bei der Kate "Gläfse under Lalleröd" eine Eka (Kahn) baut. Foto: Nils Samuelsson.
Während des 16. und 17. Jahrhunderts entstand eine Anzahl von Fischerdörfern im äußeren Küstenstreifen. Die Bewohner dieser Orte widmeten sich über die Fischerei hinaus auch der Frachtschiffahrt. Küstensegler und Boote bestellte man bei den Bootsbauern der inneren Fjorde.

Die Bootsbauer auf Orust waren für ihr Geschick berühmt. Wenn der Provinzialhirte Stångenäset beschreibt, dann klingt das so:

"Über den Bootsbau hat man in diesem Landkreis keine großen Kenntnisse; man wählt gewöhnlich bei solchen Vorhaben einen Bauern aus Orust als Baumeister, damit dann unter seiner Aufsicht gehauen und gebaut werde. Wenn in Lysekil der Rumpf eines Küstenseglers mit Blech verkleidet werden soll, muß man jeweils einen Einwohner von Orust holen. Meistenfalls werden die Boote und Küstensegler von Orust gekauft, weil man hierzulande kaum Wald hat."

Als zur Mitte des 19. Jahrhunderts die Gewerbefreiheit eingeführt wurde, bekam die Frachtschiffahrt einen immensen Aufschwung. Damals erhöhte sich der Bestand an Schiffen in Bohuslän kräftig. Die Werften auf Orust erreichten damals ihre Blütezeit.

Im Nordwesten von Orust waren Kungsviken, Brattås und Svineviken für den Bootsbau bekannt. Ein anderer Ort mit einer Werft war Söbben in der Gemeinde Torp. Entlang der Festlandseite der Insel kann man die Orte Slussen, Krogane und Syltenäs nennen. Auch in Lyresund gab es einige Werften.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts hin kam der Niedergang des traditionellen Bootsbaus. Damals hatte man eine große Zahl an Kuttern aus England erworben. Diese Kutter waren sehr beliebt und bildeten teilweise eine Konkurrenz zu den im Inland gebauten Küstenseglern. Die Werften, die größere Küstensegler gebaut hatten, wurden entweder aufgegeben, oder sie verlegten sich auf andere Tätigkeiten. Freizeitboote in Holz oder Plastik

Ein Stück weit im 20. Jahrhundert kam es zu einer Spezialisierung in der Werftwirtschaft. Ein Teil der Werften baute weiterhin Gebrauchsboote. Andere setzten auf Freizeitboote; zuerst aus Holz, später aus Plastik. Zu Beginn der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts experimentierte man auf der Werft von Allmag auf dem östlichen Orust, als der ersten im Lande, mit den amerikanischen Ideen, Boote aus Plastik herzustellen. Diese Methode wurde weiterentwickelt und etwa 10 Jahre später kam auf Orust diese Art der Bootsfertigung in Schwung. Die Plastikbootindustrie ist heute der größte Wirtschaftszweig der Kommune.

Das alte Bootsbauerhandwerk wurde eine Bootsindustrie ersetzt. Die Einrichtungsarbeiten dieser Boote, mit einem großen Anteil an Holz, haben aber immer noch einen gewissen handwerklichen Einschlag.

Kontaktuppgifter:

kommun@orust.se
Tel: 0304-33 40 00  
Fax: 0304-33 41 85
473 80 HENÅN

Orust kommun | 473 80 Henån | Tel 0304 - 33 40 00 | e-post kommun@orust.se
Sidansvarig: Ronny Svensson | webmaster@orust.se | Om webbplatsen | Sidan senast uppdaterad: 2010-01-25