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Das 16. Jahrhundert
Schon seit Ende des 14. Jahrhunderts stand Norwegen in einer Union mit Dänemark. Während des 16. Jahrhunderts wurde Norwegen bald zu einem Vasallenstaat und hörte praktisch auf, als selbständiges Land zu existieren. Die Schweden versuchten teils 1523-1532 durch Gustav Vasa, teils während des nordischen siebenjährigen Krieges 1563-1570, Bohuslän zu erobern. Seit dem 15. Jahrhundert wurde die Bezeichnung „Bohus län" für die südlichen Gebietsteile verwandt, die damals der Bohus-Festung unterstellt waren. Die nördlichen Teile waren als Viken bekannt.
Die katholische Kirche war durch ihren mit der Zeit immer größer gewordenen Landbesitz ein starker Machtfaktor geworden. Viele Höfe auf Orust gehörten dem Kloster von Dragsmark. Die Reformation von 1536 veränderte nicht nur das Kirchenleben, sondern es führte auch dazu, daß die weltliche Macht gestärkt wurde. Die Klöster wurden aufgegeben und ihr Eigentum fiel an die Krone. Der hauptsächliche Erwerbszweig dieser Zeit war der Ackerbau. Wichtige Nebenerwerbe waren die Fischerei und die Viehzucht. Ein bedeutendes Ereignis an der Westküste während dem 16. Jahrhundert war die Heringsperiode. Die Heringsschwärme kamen nahe an die Küste heran und schienen unerschöpflich zu sein. Mollösund, Gullholmen und Härmanösund sind die einzigen Fischerorte, die in den Quellen des 16. Jahrhunderts genannt werden. Es ist wahrscheinlich, daß diese Siedlungen dank der intensiven Fischerei angelegt wurden. ![]() |
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