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Die Bronzezeit

Die Epoche, die man Bronzezeit nennt, begann vor ungefähr 3.800 Jahren. Die Küstenlinie lag damals etwa 15 Meter höher als heute. Ebenso waren auch die Flüsse und Seen größer.

Die Bronzegegenstände, die wir heute in den Museumsvitrinen bewundern können, sind oft stark verschlissen und haben Grünspan angesetzt. Als sie noch in Gebrauch waren, schimmerten und glänzten sie, fast wie Gold.

Bronze, eine Legierung aus Zinn und Kupfer, war ebenso wie Kupfer selbst, ein so teures Metall, daß es hauptsächlich für Schmuck- und Prachtgegenstände verwendet wurde. Wahrscheinlich wurde unsere Bronze aus Zentral- und Südeuropa, entweder in Form von Metallstäbchen, Barren oder als fertige Gegenstände importiert.

Die frühesten Zeugnisse über die Verhältnisse während der Bronzezeit sind die unterschiedlichen Gräber- und Depotfunde, sowie die Felsritzungen. Bohuslän ist für seine vielen Felsritzungen bekannt, die oft auf ihre Lage am Meer hindeuten. Auf Orust hat man nur eine einzige Schiffsritzung gefunden. Sie wurde erst 1989 entdeckt und liegt in Svanesund. Es gibt auch andere Motive; z.B. Ritzungen, die Fußabdrücken gleichen. Auf dem Grund und Boden von Ängås in Långelanda gibt es solche Ritzungen mit etwa 15 Fußabdrücken.

Felsritzung mit Schiff und Mannschaft in Svanesund Foto: P-H Nilsson, Orusts Fotoclub 1990
Der Ackerbau war zu einem wichtigen Ernährungszweig geworden; damit scheint sich auch die Seßhaftigkeit der Menschen erhöht zu haben. Durch Keramiken mit Abdrücken von Saatkörnern, wissen wir, daß man in diesen Gebieten Gerste und Roggen angebaut hat. Während der späteren Bronzezeit wurde auch die Hirse eingeführt.

Die Felsritzungen überall in Bohuslän zeigen uns viele Pflugszenen mit Männern hinter Ochsen, die Häufelpflüge ziehen. Auch Pferde sind auf den Felsritzungen abgebildet. In Kombination mit Knochenfunden von Schweinen, Ziegen und Schafen geben uns die Felsritzungen Erkenntnisse über das Vieh, das man besaß. Nachdem nun das Klima wärmer war und die Winter milder, war das Vieh das ganze Jahr über im Freien. Die Jagd und der Fischfang bildeten jedoch auch weiter einen wichtigen Ernährungszweig. Auf Orust wurden einige Wohnplätze aus der Bronzezeit ausgegraben. Unter anderem hat man Reste eines kleineren Hauses in der Nähe des Pfarrhauses von Tegneby gefunden.

Ein Bronzeschwert, gefunden 1884 im Ellösfjord. Das Schwert steckte senkrecht im Meeresboden mit der Spitze nach unten. Nur der Griff mit seinem rhombischen Knopf ragte aus dem Schlick. Mit seinen 101,5 cm ist es eines der längsten Schwerter aus der Bronzezeit, das man in Schweden gefunden hat. Foto: ATA
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